Traditionsspiel zum Erhalt des AKS am 01.03.2015

Traditionsspiel zum Erhalt des AKS am 01.03.2015

Gepostet: 20.02.2015

Traditionsspiel zum Erhalt des AKS am 01.03.2015

Traditionsspiel gegen den 1. FC Union Berlin - ACHTUNG: Anstoß auf 11 Uhr vorverlegt!

Als Schiedsrichter Klaus Peschel die Partie beendete, brachen im Georg-Schwarz-Sportpark alle Dämme. Die BSG Chemie Leipzig hatte soeben das Relegationsrückspiel um den Verbleib in der DDR-Oberliga gegen den 1. FC Union Berlin durch die Tore von Matthias Weiß und Hans-Jörg Leitzke mit 2:1 für sich entscheiden können, nachdem die Gäste durch Peter Riedtke zunächst in Führung gehen konnten.

Für Chemie bedeutete dies den von vielen nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt – ein Erfolg, der bei vielen Fans sogar einen ähnlichen Stellenwert wie die Meisterschaft von 1964 genießt. Union hingegen musste den bitteren Gang in die DDR-Liga antreten. Dort verblieben die Köpenicker jedoch nicht lange: Bereits eine Saison später kehrten sie ins Oberhaus zurück und spielten im Jahr darauf sogar um die Qualifikation für den UEFA-Cup mit. Die Oberligarelegation 1983/84 ging als die größte von vielen Schlachten zwischen den „Underdogs“ des ostdeutschen Fußballs in die Fußballhistorie ein.

Nach der Wende kreuzten Rot-Weiß und Grün-Weiß in der Regionalliga die Klingen, meist behielten dabei die „Eisernen“ die Oberhand. Nach der Jahrtausendwende trennten sich dann die Wege der alten Rivalen. Der 1. FC Union konnte sich, trotz einiger harter Rückschläge, zunehmend im Profifußball etablieren und ist inzwischen eine gefestigte Größe in der 2. Bundesliga. Der Leutzscher Fußball hingegen musste im Ergebnis jahrelanger Misswirtschaft und Selbstüberschätzung viele schwere Jahre durchleben und befindet sich erst jetzt wieder im Aufwind.

Ähnelten sich Union und Chemie zu DDR-Zeiten vor allem in ihrer sportpolitisch untergeordneten Rolle im Vergleich zu den Lokalrivalen BFC Dynamo und Lok Leipzig sowie aufgrund ihres unangepassten Anhangs, ist es heute eine andere Gemeinsamkeit, die beide Vereine verbindet: Die besondere Rolle ihrer ebenso begeisterungs- wie leidensfähigen Fans bei der aktiven Mitgestaltung ihrer Vereine. In der Wuhlheide erbaute die Union-Familie eigenhändig ihr „Stadion an der Alten Försterei“ neu, die Heimspiele des 1. FC Union gehören zu den stimmungsvollsten in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Im Gegenzug für ihre treue Unterstützung dürfen sich die Union-Fans der Rückendeckung ihrer Vereinsführung gewiss sein.

In Leipzig-Leutzsch sind die Dimensionen freilich andere, trotzdem sind es auch hier die Fans, die fleißig mit anpacken und beispielsweise den Familienblock, den Bereich für die ganz Kleinen und ihre Eltern, komplett eigenverantwortlich sanierten. Und auch weiterhin ruhen die Hämmer und Pinsel nicht, denn der Alfred-Kunze-Sportpark soll kontinuierlich auf Vordermann gebracht werden.

Genau wie damals der 26. Mai 1984 verspricht auch der 1. März 2015 ein ganz besonderer Tag für beide Vereine zu werden. Um 11.00 Uhr empfängt die Traditionsmannschaft der BSG Chemie Leipzig die „alten Recken“ des 1. FC Union Berlin zum freundschaftlichen Vergleich. Begleitet werden die Eisernen hierbei von ihrem stimmgewaltigen Anhang aus Berlin. Nach dem Spiel werden die Unioner dann gemeinsam zur Arena pilgern, um ihr Team in der zweiten Halbzeit zum Sieg über RB Leipzig zu verhelfen.

An dieser Stellen bringen wir, die BSG Chemie Leipzig, jedoch klar und deutlich zum Ausdruck, dass es sich keineswegs um ein Protestspiel oder dergleichen handelt. Dies entspricht auch der Überzeugung der Intiatoren aus den beiden Fanszenen. Vielmehr geht es uns darum, für den Erhalt einer traditionsreichen Spielstätte und für eine lebendige, aktive Fankultur einzutreten. Deshalb wird der Erlös des Tages auch komplett in die Erneuerung des Alfred-Kunze-Sportparks fließen.

Freuen wir uns also auf ein schönes Wiedersehen zweier alter Bekannter, bei dem wir gemeinsam zeigen wollen, wie unser geliebter Fußball eben auch aussehen kann und was bewirkt werden kann, wenn Vereine mit ihren engagierten Mitgliedern und Fans Hand in Hand arbeiten – in Liga 2 ebenso wie in Liga 6!

BSG Chemie Leipzig e.V.
Vorstand und Aufsichtsrat

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